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Vor Bidens Nahostreise : Der Präsident und die tote Journalistin

Die US-Flagge wird in der Residenz des israelischen Präsidenten vor der Ankunft von US-Präsident Joe Biden gebügelt. Bild: AP

Vor Joe Bidens Nahostreise versuchen Israel und die USA, Konfliktthemen aus dem Weg zu räumen. Aber wird der Tod Shireen Abu Aklehs den Besuch überschatten?

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          Wenige Tage vor dem Besuch Joe Bidens werden in Israel und Palästina die letzten Vorbereitungen getroffen. In der Residenz des israelischen Präsidenten Jitzhak Herzog wurde die amerikanische Flagge frisch aufgebügelt, was das Regierungspresseamt für einer eigenen Mitteilung inklusive Foto wert befand. Mögliche Ärgernisse wurden aus dem Weg geräumt.

          Christian Meier
          Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

          So erhielt ein aus den USA eingewanderter Basketballspieler auf wundersame Weise nun doch die Staatsbürgerschaft. Zuvor hatten die israelischen Behörden dessen Konversion zum Judentum bei einem Rabbiner, der Biden nahesteht, nicht akzeptiert. Auch im Verhältnis zu den Palästinensern versucht die israelische Regierung, dem Gast guten Willen zu demonstrieren: Siedlungsbaupläne wurden um ein paar Monate aufgeschoben und die Zahl der Hauszerstörungen reduziert. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas erhielt am Wochenende sogar einen Anruf vom Ministerpräsidenten Israels, Jair Lapid. So etwas war zuletzt 2017 vorgekommen.

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