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Olympische Winterspiele : Snowboardfahren – Chinas weiße Sucht

Wie „Zugvögel“: Wang Tao fährt mit seinem Sohn Tausende Kilometer weit, alles für den großen Traum. Bild: Friederike Boege

Snowboardfahren steht in China für ein neues Freiheitsgefühl und ist stark im Trend. Unterwegs mit einem Vater, der seinen Sohn groß rausbringen will – ganz ohne staatliche Kaderschmieden.

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          Wang Tao vergleicht seine Familie gern mit Zugvögeln. „Nur dass wir in die umgekehrte Richtung fliegen“, sagt der begeisterte Snowboardfahrer. Jetzt, im Winter, wohnt die vierköpfige Familie in ihrer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung in den Bergen von Chongli, 200 Kilometer nördlich von Peking. Dort, wo im Februar ein Teil der Olympischen Winterspiele stattfindet. Sobald der Frühling kommt, fahren die Wangs 2300 Kilometer nach Süden ins schwülwarme Guangzhou, wo sich das zweitgrößte Indoor-Ski-Resort der Welt befindet. Im Sommer zieht es sie dann 1500 Kilometer weiter in Richtung Nordwesten nach Chengdu, wo nach Wang Taos Meinung „die beste Trockenschneeanlage Chinas“ steht.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Wang Tao ist ein Mann mit einer Mission. Er will seinen zwölf Jahre alten Sohn Tutu zu einem erfolgreichen Snowboardfahrer machen und damit ein Zeichen setzen. „Ich will zeigen, dass er ein hohes Niveau erreichen und trotzdem eine gute Schulbildung bekommen kann“, sagt der gelernte Industriedesigner. Vier Stunden täglich trainiert er seinen Sohn. Danach nimmt Tutu online am Schulunterricht teil.

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