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Afghanistan nach dem Abzug : Wird das alles umsonst gewesen sein?

  • -Aktualisiert am

In einem Unicef-Projekt werden heimatvertriebene Kinder aus Afghanistan in Mazar-i-Scharif betreut. Bild: EPA

Willi Steuls Liebe gilt Afghanistan. Präsident Ghani ist sein Freund, andere wurden umgebracht. Wenn unser Autor jetzt hört, Deutschland werde die Afghanen nicht allein lassen, fehlt ihm der Glaube. Ein Gastbeitrag.

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          Man habe die wesentlichen Ziele erreicht, von Afghanistan gehe keine Terrorgefahr mehr aus. So der amerikanische Präsident Joe Biden am 14. April zur Begründung des Abzugs der US-Truppen, der am symbolträchtigen 11. September abgeschlossen sein soll. Die Verbündeten beeilen sich, das Land früher zu verlassen, zumal sie ohne die amerikanische Luftunterstützung einen entscheidenden Schutz verlieren. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verweist fast verschämt trotzig darauf, dass Deutschland eine wichtige Ausbildungsfunktion trage und die Intervention des Westens die Lage der Frauen in Afghanistan verbessert habe.

          Doch der Versuch des „Nation Building“, der nach dem Sturz des Taliban-Regimes feierlich in der Petersberg-Konferenz im Dezember 2001 vereinbart wurde, ist gescheitert.

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