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UN-Bericht erwartet : Assange will sich möglicherweise stellen

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Kurz vor Erscheinen eines UN-Berichts zu seiner Inhaftierung hat sich Wikileaks-Gründer Julian Assange zu Wort gemeldet: Er wolle sich der britischen Polizei stellen - unter einer Bedingung.

          Wikileaks-Gründer Julian Assange will sich nach einer negativen Entscheidung eines UN-Gremiums der britischen Polizei stellen. Der seit mehr als drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London lebende Australier erklärte am Donnerstag über Wikileaks, er werde in diesem Falle die Botschaft am Freitag verlassen und sich der britischen Polizei stellen.

          Am Freitag will eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nation zu willkürlicher Inhaftierung im Fall Assange gegen Schweden und Großbritannien ihr Urteil veröffentlichen. Assange hatte das Gremium nach Angaben einer Unterstützergruppe selbst angerufen.  Die Gruppe trifft sich nach UN-Angaben bereits seit Dienstag in Genf.

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          „Sollten die Vereinten Nationen bekanntgeben, dass ich meinen Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft Freitagmittag verlassen, und werde mich festnehmen lassen, da es keine realistische Möglichkeit der Berufung gibt“, schrieb Assange. Sollte er jedoch gewinnen, erwarte er sofort seinen Reisepass zurück. Zudem sollten alle Versuche, ihn festzunehmen, eingestellt werden.

          Assange lebt seit Juni 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, um einer Festnahme durch Schweden und einer möglichen Auslieferung an Amerika zu entgehen. Dort befürchtet er wegen der Enthüllungen seiner Plattform Wikileaks lebenslange Haft. Ursprünglich hatte die schwedische Staatsanwaltschaft mehrere Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Nötigung gegen den 44-Jährigen erhoben. Abgesehen von dem Vergewaltigungsvorwurf sind die Fälle aber inzwischen verjährt.

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