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Medienberichte : Wiener Anwalt gesteht Mitwirkung an Strache-Video

  • Aktualisiert am

Das zwei Jahre alte Video, das auf Ibiza aufgenommen wurde, zeigt Hans-Christian Strache. Bild: Reuters

Mehreren österreichischen Medien liegt offenbar ein Schreiben vor, in dem ein Wiener Anwalt ein Geständnis im Fall des veröffentlichten Ibiza-Videos ablegt.

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          Im Fall des verhängnisvollen Videos, welches FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Fall brachte, hat ein Wiener Anwalt über seinen Anwalt ein Schreiben verschickt, in dem er seine Mitwirkung an der Veröffentlichung bestätigt. Das Schreiben liege unter anderem dem „Kurier“ vor. Darin heißt es, „dass es sich beim Ibiza-Video um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt handle, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden.“ Zuvor hatte Strache bereits Anzeige gegen Anwalt M. erstattet, wie der „Kurier“ weiter berichtet.

          Der Anwalt lässt außerdem verlauten, dass für ihn „einzig  – nach bestem Wissen und Gewissen – demokratiepolitsche und rechtliche Überlegungen beachtenswert“ seien.

          Moralische Bedenken hinsichtlich der Veröffentlichung werden in dem Schreiben zurückgewiesen:  „Zu den Videoaufnahmen ist im Übrigen festzuhalten, dass ein verdeckter Kameraeinsatz im Enthüllungsjournalismus zur Aufdeckung von Missständen und durch die Meinungsfreiheit geschützt ist."

          Staatsanwaltschaft ermittelt

          Österreichs zurückgetretener Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat nach eigenen Angaben bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige gegen drei mutmaßliche Drahtzieher des "Ibiza-Videos" erstattet. Die drei seien "mögliche Mittäter"  bei der Erstellung der Aufnahmen, sagte Strache in einem Video, das am Freitag im Internetdienst Facebook veröffentlicht wurde. Der ehemalige FPÖ-Chef nannte keine Namen und sagte
          auch nicht, auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen.

          Die österreichische Justiz hat bereits Ermittlungen wegen der geheimen Videoaufnahmen aufgenommen. Aber auch Strache und anderen FPÖ-Vertretern drohen Ermittlungen wegen dessen Äußerungen über illegale Parteispenden. In dem auf Ibiza gedrehten Video hatte sich Strache vor der Parlamentswahl 2017 bereit gezeigt, als Gegenleistung für verdeckte Wahlkampfgelder öffentliche Aufträge an die angebliche Nichte eines russischen Oligarchen zu vergeben. Die Veröffentlichung der Aufnahmen löste in Österreich  eine Regierungskrise aus.

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