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Wehrpflicht in Schweden : „Wir erkennen vollkommen, was Russland macht“

Bodentruppen patrouillieren auf einer Straße auf schwedischen Insel Gotland Bild: dpa

Seit Anfang Juli gilt in Schweden wieder die Wehrpflicht. Verteidigungsminister Hultqvist erklärt, warum die Entscheidung in seinem Land so populär ist – und wieso das kleine Land noch eigene U-Boote und Kampfflugzeuge baut.

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          Herr Minister, welche Eindrücke nehmen Sie vom Berliner Treffen der EU- Verteidigungsminister mit?

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Wir sind in einem umfassenden Prozess. Die EU erarbeitet einen „Strategischen Kompass“, über den wir diskutieren. Es geht um eine 360-Grad-Perspektive rund um Europas Grenzen. Da gibt es Russland, die Migrationsproblematik, den Umgang mit Fake News, aber auch Corona – große Herausforderungen auf vielen Ebenen. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass internationales Recht respektiert und verteidigt wird. Mit Blick auf Belarus sind wir uns in der EU darüber einig, dass die Bürgerinnen und Bürger dort das Recht auf freie und faire Wahlen und ihre eigene Zukunft haben müssen. Die Europäische Union muss sich dafür einsetzen. Wenn Sie es von schwedischer Perspektive betrachten, dann haben wir gesehen, dass Russland seine Interessen wieder mit Waffengewalt durchsetzt. Das hat für uns die Verteidigungspolitik völlig verändert. Schweden hält gerade eine große Militärübung ab. Russland hat das in der Ostsee vor kurzem ebenfalls getan und uns damit etwas signalisiert, das wir beantworten können. Wir bestehen auf schwedische Souveränität und Integrität.

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