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Wiederaufbau in Beirut : Wer will schon das libanesische Monopoly-Geld?

Blick auf das zerstörte Hafengelände in Beirut am 7. August Bild: Reuters

Die Bewohner Beiruts müssen nach der Explosionskatastrophe einen Wiederaufbau unter extremen Bedingungen bewerkstelligen. Manche hoffen, der innere und äußere Druck werden die korrupte politische Klasse zu Reformen bewegen.

          3 Min.

          Walid Abu Rached verfügt über die wohl wichtigste Ressource dieser Tage im Libanon: Fensterglas. Seine Werkstatt befindet sich in Ain Zebde, einem verschlafenen Ort im idyllischen Westen der Bekaa-Ebene. Aber mit der Ruhe ist es für ihn vorbei. „Es ist irrwitzig!“, ruft er ins Telefon. „Ich habe noch nicht erlebt, dass so viel Glas gebraucht wird. Nicht in all den Kriegen.“

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Die Leute kämen aus Beirut zu ihm in die Bekaa-Ebene, damit er ihre Fenster repariert, weil die Handwerker in der Hauptstadt überfordert seien und ihre Vorräte zur Neige gingen. Irgendwann könnte auch ihm das drohen. „Die Wirtschaftskrise macht alles schwieriger. Vielleicht geht mir das Glas aus, vielleicht steigen die Preise.“

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