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Früherer US-Präsident : Wie Trump an der Macht bleiben wollte

  • -Aktualisiert am

Gemeinsamer Wahlkampfauftritt von Donald Trump, seines Vizes Mike Pence und von Stabschef Mark Meadows, der den damaligen Präsidenten nach der Wahl im November 2020 in seinen Verschwörungstheorien gegen die Wahlniederlage unterstütze. Bild: AP

Donald Trump versuchte nach seiner Wahlniederlage im vergangenen Jahr vieles, um Präsident zu bleiben. Vor allem das Justizministerium wollte er dafür einspannen. Ein Senats-Bericht liefert jetzt neue Details.

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          Als versuchten Staatsstreich bezeichnen etliche Medien Donald Trumps Verhalten nach seiner Wahlniederlage im vergangenen November. Der Verlierer der amerikanischen Präsidentenwahl verbreitete Lügen über vermeintlichen „Wahlbetrug“ und versuchte, Vizepräsident Mike Pence und seine Minister dazu zu bewegen, die Niederlage ungeschehen zu machen.

          Nun veröffentlichte der Justizausschuss im Senat einen ausführlichen Bericht über Trumps Versuche, das Wahlergebnis nicht nur anzuzweifeln, sondern auch umzukehren. Demnach soll der damalige Präsident allein das Justizministerium neun Mal aufgefordert haben, Wege dafür zu finden.

          Der Wahlverlierer und sein damaliger Stabschef Mark Meadows sollen einen Juristen im Ministerium immer wieder unter Druck gesetzt haben, unbelegten Vorwürfen von „Wahlbetrug“ nachzugehen. Trump habe auch versucht, den damaligen amtierenden Justizminister Jeffrey Rosen nach der Wahl zu entlassen und durch Jeffrey Clark zu ersetzen, einen Ministerialbeamten, der die Verschwörungstheorien des abgewählten Präsidenten unterstützte. Pat Cipollone, bis dahin loyaler Rechtsberater im Weißen Haus, soll laut dem Bericht deswegen im Januar 2021 mit Rücktritt gedroht haben.

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