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Papst Benedikt XVI. : Für die Welt verborgen?

Zwei Männer in Weiß: Der amtierende Papst gratuliert dem emeritierten Papst am Montag zu dessen 92. Geburtstag. Bild: AFP

Anders als erwartet schweigt der emeritierte Papst Benedikt XVI. nach seinem Rücktritt in der Öffentlichkeit keineswegs. Er äußert sich auch zu heiklen kirchenpolitischen Themen.

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          Für die Welt verborgen“ – Mit dieser Formel umschrieb Papst Benedikt XVI. am 14. Februar 2013, drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung, in einer Rede vor römischen Priestern seine künftige Lebensweise. Nicht zuletzt darauf stützte sich die allgemeine Erwartung, dass der selbsternannte „papa emeritus“ in der Öffentlichkeit schweigen werde. Was sollte „für die Welt verborgen“ sonst heißen? Doch die Erwartung, Benedikt XVI. werde sich nicht mehr zu Wort melden, sollte sich als Irrtum erweisen. Der jüngste Aufsatz von Benedikt XVI. über den Missbrauchsskandal reiht sich ein in Dutzende Wortmeldungen nach seinem Rücktritt, die allesamt Irritationen hervorriefen.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Das erste halbe Jahr nach dem Rücktritt schien es zunächst so, als ob Benedikt XVI. tatsächlich verstummt sei – bis im Oktober 2013 in einer italienischen Zeitung ein Brief an den italienischen Mathematiker Piergiorgio Odifreddi im Wortlaut abgedruckt wurde. Die Veröffentlichung des gelehrten Disputs über Glaube und Vernunft mit einem bekennenden Atheisten rief zwar Verwunderung hervor, hatte aber noch keine Grundsatzdebatte über die Rolle des emeritierten Papstes zur Folge.

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