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Agenten enttarnt : Wie sich die CIA gegen China rüstet

CIA-Direktor William Burns am 24. Februar in Washington Bild: EPA

Der amerikanische Geheimdienst will die weltweiten Aktivitäten Pekings mit Hilfe eines „China Mission Center“ stärker in den Blick nehmen. In Taiwan gibt es schon seit längerem einen bislang geheimen Militäreinsatz.

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          William Burns hatte schon vor seiner Bestätigung als CIA-Direktor durch den Senat klargestellt, dass Amerika sich im Wettbewerb mit China anschnallen müsse. Es werde ein Langstreckenlauf. Die strategische Herausforderung, sagte der frühere Diplomat bei der Kongressanhörung im Februar, sei nicht zu vergleichen mit jener im Kalten Krieg. Die Rivalität zur Sowjetunion sei primär sicherheitspolitischer und ideologischer Natur gewesen. China indes sei ein Gegner, der auch technologisch ambitioniert und wirtschaftlich sehr fähig sei.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Schon damals war klar, dass der Auslandsgeheimdienst seine Fähigkeiten, China in den Fokus zu nehmen, stärken werde. Nun teilte die CIA mit, dass der Geheimdienst ein neues „China Mission Center“ einrichten werde. Einsatzzentren sind übergreifende Einheiten mit thematischen Schwerpunkten. In einem Statement hieß es, die Einheit solle sich der globalen Herausforderung stellen, welche China in allen Bereichen darstelle. Bislang gab es ein Einsatzzentrum für Ostasien und den Pazifik. Das neue „Mission Center“ soll aber auch die Aktivitäten Pekings in anderen Erdteilen, etwa in Afrika und Lateinamerika, in den Blick nehmen.

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