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Iraks junge Generation : Die Freuden Bagdads

Tage der Unbeschwertheit: Junge Iraker in Bagdad zeigen sich wieder vermehrt in der Öffentlichkeit. Bild: Reuters

Nach Jahren des Terrors hält langsam wieder Leben Einzug in die irakische Hauptstadt. Die Cafés füllen sich, viele richten den Blick nach vorn. Aber der Frieden bleibt zerbrechlich.

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          Die Farben sind zurück, und für Ahmad Hatif macht das einen riesigen Unterschied. Zu lange war das Antlitz seiner Stadt trostlos und grau. „Beton hat keine Farbe, er hat alles verdeckt“, sagt er. Hatif, der Drehbücher für erfolgreiche Fernsehproduktionen schreibt, sitzt mit Freunden im Café „Ridha Alwan“ in Bagdad, das bekannt dafür ist, dass Intellektuelle, Künstler und Schauspieler an seinen Tischen zusammenkommen. Das Gespräch dreht sich um die hohen Explosionsschutzmauern, die aus den Straßen der irakischen Hauptstadt verschwinden. „Die Stadt hat einen Vollschleier getragen“, sagt Saad Said, ein Schriftsteller. „Er lüftet sich endlich, das ist wichtig für unsere Psyche. Es hilft sehr.“

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Es ist, als würde Bagdad tief Atem holen. Die Regierung treibt die Abrüstung im Stadtbild voran – und sammelt damit Punkte in der Bevölkerung. Die „Grüne Zone“, einst abgeschirmt durch Betonwälle, ist geöffnet worden. Die Ausländer werden aufgefordert, ihre Sicherheitsvorkehrungen sichtbar zu entschärfen. Die Uniformierten an den Checkpoints wirken entspannt.

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