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Russische Hackergruppen : Maximale Zerstörung und ein bisschen Umweltschutz

Hackerangriffe aus Russland: Gibt es eine Verbindung zur russischen Regierung? (Symbolbild) Bild: dpa

Täuschend echt aussehende E-Mails mit perfekt gefälschten Unterschriften: Wie russische Hackergruppen seit Monaten gegen politische Akteure in Europa durch gezielte Angriffe vorgehen.

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          Vor gut einem Jahr bekamen Mitarbeiter der rumänischen Botschaft in Moskau eine E-Mail. Die „Jane’s Information Group“, ein militärwissenschaftlicher Verlag aus Großbritannien, informierte sie über künftige Veranstaltungen. Die Signatur der E-Mail strahlte Seriosität aus, alle Informationen seien „streng vertraulich“ und „nur für den beabsichtigten Empfänger bestimmt“, hieß es. Unterzeichnet war das Schreiben von IHS Markit, dem Mutterkonzern des Verlags. Angehängt war eine Excel-Tabelle. In Wahrheit handelte es sich um eine Falle, mutmaßlich gestellt von russischen Hackern. Wer den Anhang öffnete, installierte ein Schadprogramm auf seinem Computer. Dieses nahm Verbindung auf zu einem Server, über den die Hacker ihr Opfer unbemerkt ausspionieren und sich weiter im Netzwerk ausbreiten konnten. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen halfen bei dieser E-Mail nicht weiter. Sie war maßgeschneidert, die Absenderadresse nicht als Fälschung erkennbar. Im Unterschied zu gängigen Spam-Mails waren Profis am Werk.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Morten Freidel

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          Die E-Mail an die rumänische Botschaft war nur ein Angriff von vielen. Die amerikanische Cybersicherheitsfirma Fire-Eye hat seit Mitte 2018 einen „signifikanten Anstieg“ von Angriffen auf europäische Regierungen, Behörden und Denkfabriken durch zwei Hackergruppen beobachtet, die mit der russischen Regierung in Verbindung gebracht werden: „APT28“ und „Sandworm“. Nicht nur europäische Regierungen waren ihr Ziel, auch Organisationen, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzen, sowie Medienhäuser in Frankreich und Deutschland.

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