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Impfen im Europa-Vergleich : Impfmuffel und Impfwillige

„Impfen ohne Anmeldung“: Mit niederschwelligen Angeboten (wie hier vor dem Kongresshaus in Salzburg) versucht Österreich, die Impfquote zu erhöhen. Bild: dpa

In ostmitteleuropäischen Ländern wie Österreich, Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik versuchen die Regierungen verzweifelt, die Impfquote zu erhöhen. Dagegen fehlt in Spanien und Portugal der Impfstoff.

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          Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat schon im Frühjahr ein passendes Bild dafür gefunden, wie es mit der Lieferung von Impfstoff verlaufen werde, nämlich wie bei einer Flasche Ketchup: Erst kommt kaum etwas, man schüttelt heftig, und dann kommt der große Schwall. Inzwischen ist es in weiten Teilen Europas so weit, dass mehr Impfstoff vorhanden ist, als dass sich Leute impfen wollen. Die Ideen, um noch mehr Menschen zur Impfung zu motivieren, reichen von sanftem Druck bis hin zu Forderungen nach einer Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen oder gar die ganze Bevölkerung.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.
          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          In Österreich hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein angekündigt, ein „möglichst niederschwelliges, rasches und unkompliziertes Impfangebot“ zu schaffen. Derzeit sind rund 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung vollständig geimpft. Es gebe erfolgreiche Beispiele, „wie kreative Ideen Impfen sexy machen: Impfboote, Impfen im Stephansdom“, erklärte Mückstein. „Ich wünsche mir mehr davon – impfen beim Friseur, impfen beim Prater, impfen im Fußballstadion.“

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