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Mussolinis Machtergreifung : Der Marsch, der keiner war

Benito Mussolini am 28. Oktober 1922 mit Mitstreitern Bild: www.imago-images.de

Benito Mussolini ist vor hundert Jahren durch eine Inszenierung an die Macht gekommen. Bis die Entscheidung gefallen war, hat er das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgt.

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          Der „Marsch auf Rom“ war gar keiner. Jedenfalls war er nicht, was der Diktator Benito Mussolini und seine Schwarzhemden in ihrer Geschichtslegende später daraus machten: eine vom Duce geführte, vom Volk getragene und von 300.000 Kämpfern angetriebene nationale Revolution, für die 3000 faschistische Märtyrer ihr Leben gaben.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Dass die Machtergreifung der italienischen Faschisten bei den Ereignissen vom 27. bis 31. Oktober 1922 eine Farce der Geschichte war, mit blutigen Folgen für Europa und die ganze Welt, zeigt am deutlichsten der Umstand, dass der vorgebliche Anführer gar nicht mitmarschierte, schon gar nicht an der Spitze.

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