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Nordkorea : Wie krank ist Kim Jong-un?

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Ist Nordkoreas Diktator Kim Jong-un nach einer Operation in ernsthafter Gefahr? Das will ein amerikanischer Fernsehsender aus Geheimdienstquellen erfahren haben - doch dafür gebe es keine Belege, heißt es aus Südkorea. Bild: AP

Nordkoreas Diktator sei in „ernsthafter Gefahr“, meldete am Dienstag ein amerikanischer Fernsehsender. Doch dafür gebe es keine Anzeichen, heißt es aus Südkorea. Und das Regime in Pjöngjang schweigt.

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          Nordkorea hält sich zu den Spekulationen im Ausland um den Gesundheitszustand von Machthaber Kim Jong-un weiter bedeckt. In den Staatsmedien des abgeschotteten Landes gab es am Mittwoch zunächst keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort oder öffentliche Auftritte Kims. Die kommunistische Führung in Pjöngjang kontrolliert die Informationen über Kim und seine Familie in der Regel äußerst streng.

          Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung Kims hatten am Dienstag international für großes Aufsehen gesorgt. Das Präsidialamt in Seoul widersprach jedoch Berichten des amerikanischen Nachrichtensenders CNN, wonach Kim nach einer Operation „in ernsthafter Gefahr“ sei. Es gebe keine Anzeichen für ernste Probleme mit der Gesundheit Kims, hieß es. CNN berief sich auf einen Regierungsbeamten, der entsprechende geheimdienstliche Informationen habe.

          Die auf Nachrichten aus Nordkorea spezialisierte Internetzeitung „Daily NK“ in Südkorea hatte zuvor unter Berufung auf einen Informanten im Nachbarland gemeldet, Kim sei am 12. April am Herzen operiert worden. Nach dem Eingriff erhole er sich wieder. Es werde vermutet, die Operation sei infolge von Kims Übergewicht sowie seiner Rauchgewohnheiten, „Überarbeitung“ und anderer Faktoren nötig gewesen.

          Trump: „Ich will, dass es ihm gut geht“

          Der amerikanische Präsident Donald Trump sagte, seine Regierung wisse nicht, ob die Berichte über eine Erkrankung Kims zutreffend seien. Er wünschte dem Machthaber alles Gute. Er komme „sehr gut“ mit dem Nordkoreaner klar, sagte Trump, der Kim dreimal getroffen hatte, am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. „Ich will, dass es ihm gut geht.“ Gesicherte Erkenntnisse zur Lage in Nordkorea hatte es zunächst nicht gegeben. Kims Alter wird in Südkorea auf 36 Jahre geschätzt.

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