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Vermisste Kasachen in China : Verfolgte Landsleute, unbequeme Helfer

„Schnelle Schnitte“ für Männer, Frauen und Kinder preisen die Schilder vor Ajtalims Friseursalon an – auf Kasachisch und Russisch. Bild: Friedrich Schmidt

Chinas Vorgehen gegen ethnische Kasachen in der Region Xinjiang bringt die Regierung des Nachbarlandes in die Bredouille. Denn China tut viel für die kasachische Wirtschaft.

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          Der Friseur lässt die Rollläden herunter. Heute wird Ajtalim im Salon „Aida“ im Westen von Almaty keine Haare mehr schneiden, und draußen braucht niemand mitzubekommen, dass er von seinem in China verschwundenen Cousin berichtet. „Ich habe keine Angst“, sagt Ajtalim. Aber sicher ist sicher.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          „Wer soll ihn herausholen, wenn nicht ich?“ Almaty, Kasachstans mit rund zwei Millionen Einwohnern größte Stadt, liegt am Fuße des Transili-Alatau, eines Gebirgszugs an der Grenze zu Kirgistan, dessen schneebedeckte Gipfel man aus der Stadt bewundern kann. Wenige hundert Kilometer sind es von hier nach China, man fährt ungefähr parallel zum Fluss Ili, der aus China nach Kasachstan fließt.

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