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Psychologe über Jesidinnen : „Sie sind psychisch am Ende“

Flüchtlingslager der Jesiden im Nordirak Bild: Helmut Fricke

Schutzlos und ausgestoßen: Im Interview spricht Psychologe Jan Kizilhan über die Notlage jesidischer Frauen, die im Irak von Kämpfern des „Islamischen Staats“ vergewaltigt wurden.

          2 Min.

          Herr Kizilhan, vor genau fünf Jahren begann im Nordirak der Völkermord des „Islamischen Staats“ an den Jesiden. Auch nach dem Sieg über den IS ist das Leiden vieler Frauen und Kinder nicht beendet. Was geschieht mit ihnen?

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Mit diesen Frauen beschäftige ich mich seit Monaten. Ich war jüngst im Irak, wohin sie nach ihrer Verschleppung aus Syrien zurückgekehrt sind, und sprach mit ihnen. Sie und ihre Kinder werden von allen Seiten abgelehnt. Die vergewaltigten Frauen mussten ihre Kinder aufgrund des Drucks der Familien in Syrien zurücklassen, die Kinder werden zur Adoption freigegeben. Die Frauen vermissen sie und sind psychisch am Ende.

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