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Folgen der Iran-Sanktionen : Mit jedem Tag wird es schlimmer

Nur sehen: Die Besucher, die auf dem Großen Bazaar in Teheran einkaufen, haben kaum die finanziellen Mittel, um etwas zu kaufen. Bild: Helmut Fricke

Die amerikanischen Sanktionen gegen Iran bringen vor allem die einfachen Leute in Not. Im Alltag mangelt es an vielem – auch wenn es Wege gibt, die Maßnahmen zu umgehen. Eine Spurensuche in Teheran.

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          In den Gassen des Großen Basars von Teheran drängen sich die Leute. Alles scheint wie immer, doch der Eindruck täuscht. Die wenigsten verlassen den Basar mit Einkäufen. Sie sind nur gekommen, um zu schauen. „Denn sie können sich nichts mehr leisten“, klagt ein Händler. Die Preise steigen schneller als die Einkommen. „Vor acht Jahren hat ein Kühlschrank vier Millionen Rial gekostet, heute muss man dafür 43 Millionen Rial auf den Tisch legen“, sagt der Mann. Das entspricht 340 Euro.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Auch an den Teppichen, die in den Gassen gestapelt sind, flanieren die Menschen vorbei. In leeren Geschäften sitzen die Händler hinter ihren Schreibtischen, schauen auf ihre Smartphones und warten vergeblich auf Kundschaft. Seit einem Jahr sei sein Umsatz um 90 Prozent eingebrochen, klagt einer von ihnen. Export gebe es nicht mehr, und Einheimische kauften kaum noch. Früher habe er am Tag zwei bis drei Teppiche verkauft, seit drei Wochen aber keinen einzigen mehr, erzählt er. So geht es vielen.

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