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Irans Strategie : Kontrollierte Eskalation

Im Plenarsaal: Abgeordnete des iranischen Parlaments in Teheran Bild: Helmut Fricke

Die Provokationen am Persischen Golf folgen einem einfachen Kalkül: Wie Iran seine Position für den Tag stärken will, an dem die Verhandlungen beginnen.

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          Im Konflikt mit den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien hat die Islamische Republik Iran im Mai einige Gänge höher geschaltet. Es sei ein Wechsel von „strategischer Geduld zu aktivem Widerstand“ gewesen, sagt Foad Izadi, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Teheran. Der Auslöser war, dass der amerikanische Präsident Donald Trump für die letzten Länder, die Erdöl aus Iran bezogen durften, die Ausnahmegenehmigungen zurückgezogen hat. Seither ist der iranische Ölexport auf nahe Null gesunken.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          „An einem langsamen Tod sind wir nicht interessiert“, sagt Izadi. Iran habe nichts mehr zu verlieren und verfolge nun die Strategie, „der anderen Seite Kosten zuzufügen“ – also Amerika und jenen, die Washington zu diesem Schritt gedrängt haben und nun Irans Lücke füllten. „Wir können nicht zusehen, wie andere Geschäfte machen und wir daran gehindert werden.“ Eine militärische Auseinandersetzung wolle Iran jedoch nicht, betont Izadi. Die sei unter diesen Bedingungen aber auch nicht auszuschließen. Solange jedoch auch Trump keinen Krieg wolle, werde es keinen geben.

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