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Waldbrände in Südeuropa : Wie Griechenlands Regierung auf die Klimakrise reagiert

Das Feuer nähert sich dem Dorf Viliza kurz vor dem antiken Olympia. Bild: EPA

Klimapolitik hat in der Vergangenheit in Griechenland kaum Beachtung gefunden. Das wird sich angesichts der verheerenden Brände ändern.

          3 Min.

          Von 2007 bis 2009 war Griechenlands heutiger Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis Vorsitzender des Umweltausschusses im griechischen Parlament. Zwei verheerende Waldbrandsommer erlebte das Land in jener Zeit. Bei den Bränden zwischen Juni und September 2007 kamen mehr als 80 Menschen ums Leben. Als zwei Jahre später wieder großflächige Feuer brannten, wurden zwar riesige Waldgebiete vernichtet, doch immerhin konnte der Verlust von Menschenleben vermieden werden.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Mitsotakis bemühte sich in jenen Jahren unermüdlich, der Arbeit des Umweltausschusses mehr Gehör zu verschaffen, doch wird man nicht behaupten können, dass er sonderlich erfolgreich darin gewesen sei. Im Januar vergangenen Jahres hat er das in einem Gespräch indirekt auch selbst eingestanden. Er erinnerte daran, dass der Umweltausschuss nach den Bränden von 2007 eine Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf Griechenland in Auftrag gegeben habe, die jedoch kaum Beachtung fand. Griechenland, so stellte Mitsotakis rückblickend fest, habe bei der Klimapolitik fast ein Jahrzehnt verloren und könne es sich nicht leisten, ein weiteres zu verlieren.

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