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Tod des „Kalifen“ : Wie gefährlich ist der IS nach Bagdadis Tod?

Auf dem Höhepunkt seiner Macht: Abu Bakr al Bagdadi ruft im Juli 2014 zum bewaffneten Kampf gegen die „Heiden“ auf. Nun hat der selbsternannte „Kalif“ sich bei einem amerikanischen Einsatz in die Luft gesprengt. Bild: Polaris/laif

Mit dem Tod Abu Bakr al Bagdadis und seines Sprechers scheint der IS führungslos. Besiegt ist er damit jedoch keineswegs. Neue Gefahren lauern.

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          Abu Bakr al Bagdadi mag überrascht gewesen sein, als das amerikanische Kommando das Gehöft stürmte, in dem er sich verbarg. Der Tod des selbsternannten „Kalifen Ibrahim“ dürfte für den „Islamischen Staat“ (IS) ein Schock und schwerer Schlag gewesen sein. Aber er trifft die Terrormiliz weder unvorbereitet, noch bedeutet er ihr Ende. Die planerische Intelligenz, Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit sind in den vergangenen Jahren wesentliche Stärken des IS gewesen.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Seine Führungsriege, die den Aufstieg der Terrororganisation organisierte, wirkte dabei stets im Verborgenen. Viele ihrer Angehörigen waren frühere Militärs und Geheimdienstfunktionäre aus dem Regime Saddam Husseins. Sie arbeiteten detaillierte Unterwanderungspläne für syrische Dörfer aus, entwarfen Strategien und Taktiken für Eroberungszüge und errichteten eine penibel arbeitende Bürokratie.

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