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Angriffe im Weltraum : Wie Frankreichs Militär künftig Satelliten schützen soll

Auf dem Areal der europäischen Weltraumorganisation in Französisch-Guinea startet am 20. Juni 2019 eine Rakete des Typs Ariane 5. An Bord befindet sich auch ein Satellit von Airbus Defence and Space. Bild: AFP

Frankreich will eine militärische Abteilung einrichten, die mit dem Schutz von wichtigen Satelliten beauftragt wird. Das Land reagiert damit auch auf russische Provokationen – und wirbt um eine Kooperation mit Deutschland sowie Italien.

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          Frankreich will sich gegen Angriffe und Störversuche im Weltraum wappnen, die wichtige Satelliten lahmlegen könnten. Verteidigungsministerin Florence Parly stellte auf der Luftwaffenbasis in Lyon-Mont Verdun am Donnerstag die neue Strategie für Weltraumsicherheit vor und warb dabei ausdrücklich um eine vertiefte Kooperation mit Deutschland und Italien. Es gehe nicht darum, den Weltraum zu militarisieren, sondern sich vor der wachsenden Bedrohung für Satellitensysteme im All zu schützen. Präsident Emmanuel Macron hatte bereits am Vorabend des französischen Nationalfeiertags angekündigt, ein Weltraumkommando als Teil der Luftwaffe begründen zu wollen.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Frankreich folgt damit als erste europäische Nation dem Vorbild der Vereinigten Staaten, die Milliarden Dollar in ihr „United States Space Command“ investieren. Parly erläuterte in ihrer Rede die Details der neuen französischen Weltraumdoktrin. Zugleich veröffentlichte sie ein 70 Seiten langes Grundsatzpapier („Stratégie spatiale de défense“), das durch einen nicht öffentlich zugänglichen, vertraulichen Teil vervollständigt wird. Frankreich will Satelliten künftig mit Laserwaffen ausrüsten, um sich gegen feindliche Angriffe im All wehren zu können. Zudem sollen vom Jahr 2023 an sogenannte Nanosatelliten, Satelliten mit einem Gewicht bis zu zehn Kilogramm, ins All geschickt werden, die „unfreundliche Bewegungen oder gefährliche Trümmer“ aufspüren können.

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