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„Gelbwesten“-Proteste : Ein Land im Krieg mit sich selbst?

Sind alle Demonstranten Krawallmacher? Frankreich streitet darüber, wie die Regierung in Zukunft mit den „Gelbwesten“ umgehen soll. Bild: dpa

Zusammenrottungen von Demonstranten und Soldaten mit Sturmgewehren: In Paris ist eine hitzige Debatte darüber ausgebrochen, mit welchen Mitteln die Regierung gegen die „Gelbwesten“ vorgehen will.

          Soldaten mit Sturmgewehren sollen bei den nächsten „Gelbwesten“-Demonstrationen in Frankreich zum Schutz öffentlicher Gebäude und Geschäfte eingesetzt werden. Diese Ankündigung des Regierungssprechers hat zu einer erhitzten Debatte in Paris geführt. „Ich bin sehr schockiert“, bekundete Marine Le Pen, die Vorsitzende des Rassemblement National (RN). „Die Armee wird gegen einen Feind eingesetzt. Die Armee kann nicht gegen das französische Volk aufgestellt werden“, sagte Le Pen. Der Verteidigungsfachmann Thibault de Montbrial gab zu bedenken, die Militärwachen könnten von extremistischen Gruppen als Gelegenheit verstanden werden, direkt die Auseinandersetzung mit der Armee zu suchen. „Was wird die nächste Etappe sein? Werden sie schießen?“, fragte der Chef der Linkspartei La France Insoumise, Jean-Luc Mélenchon. „Sie sind verrückt geworden!“, sagte er an die Adresse der Regierung. Innenminister Christophe Castaner müsse zurücktreten, denn er beschwöre eine weitere Eskalation der Gewalt herauf.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          In Frankreich patrouillieren seit der islamistischen Anschlagswelle 2015 etwa 7000 Soldaten im Anti-Terror-Kampf an besonders gefährdeten Orten wie Bahnhöfen und Flughäfen sowie vor jüdischen Einrichtungen und Synagogen. Der damalige Präsident François Hollande hatte von einem „Krieg gegen den Terrorismus“ gesprochen. Auf der Grundlage dieser Interpretation wurden die Soldaten zum Schutz der Franzosen vor Terror auch im Inland eingesetzt. Doch seit Gründung der Mobilen Gendarmerie 1921 hat nach Angaben des Miliärfachmanns Jean-Dominique Merchet keine Regierung den Einsatz der Armee bei sozialen Protesten beschlossen. Die Soldaten seien für Aufgaben der öffentlichen Sicherheit nicht ausgebildet und hätten auch keine angemessene Ausrüstung, sagte Merchet.

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