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Krieg im Donbass : Politischer Widerhall eines Drohnen-Geschosses

Bei der Parade zum 30. Jahrestag der Unabhängigkeit präsentiert die ukrainische Armee am 24. August 2021 eine Bayraktar-Drohne. Bild: Getty

Der Kreml warnt, Berlin ist besorgt: Erstmals hat die Ukraine im Krieg im Donbass eine bewaffnete Drohne eingesetzt – und zwar ganz demonstrativ.

          3 Min.

          Militärisch war das Geschoss, das über der Ostukraine abgefeuert wurde, von geringer Bedeutung. Doch das Echo dieses Treffers war in vielen Hauptstädten zu hören. Am Dienstag hat die ukrainische Armee im Einsatz gegen russische und prorussische Kämpfer in der Ostukraine erstmals eine von der Türkei erworbene Kampfdrohne eingesetzt. Die Drohne Bayraktar mit einer Länge von 6,50 Meter kann etwa 24 Stunden in der Luft bleiben, aus großer Höhe Geschosse abfeuern und liefert ein Video vom Einsatz. In der von der Ukraine veröffentlichten Aufnahmen sieht man drei auf einem Feldweg stehende Artilleriegeschütze; plötzlich wird das mittlere getroffen und verschwindet in einer Rauchwolke. Keine große Explosion: Die Bedienungsmannschaft wird verschont und rennt davon.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Der oberste Militär der Ukraine, General Valerij Saluschnyj, hatte den Einsatz persönlich angeordnet. Zuvor hatten die Kämpfer die Gegend um Hranitne beschossen, wobei ein ukrainischer Soldat getötet und ein anderer verletzt wurde. Dass es in der Ostukraine zu Feuerwechseln kommt, ist nichts Ungewöhnliches. Bemerkenswert war, wie offensiv die Ukraine über den Vorgang informierte. Man habe zuvor über die Beobachtermission der OSZE gefordert, die Gegenseite solle den Beschuss stoppen, das sei jedoch nicht geschehen. Dann habe man die Drohne eingesetzt, die beim Einsatz die Waffenstillstandslinie jedoch nicht überquert habe. Nach dem Abschuss hätten die Kämpfer den Beschuss eingestellt.

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