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US-Untersuchungsausschuss : Wie Trump den Marsch zum Kapitol geplant hatte

Zeuge Stephen Ayres, der am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt hatte, am Dienstag vor dem Untersuchungsausschuss im Cannon Building in Washington Bild: AFP

In den Wochen vor dem Sturm auf das Kapitol säte Donald Trump Chaos im Weißen Haus und schürte die Wut unter seinen Anhängern. Der Untersuchungsausschuss präsentiert nun die Chronologie der geplanten Eskalation.

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          Auf die Frage, ob er immer noch an Trumps Erzählung vom Wahlbetrug glaube, antwortet Stephen Ayres: „Jetzt nicht mehr so sehr.“ Er habe all seine Konten in sozialen Netzwerken gelöscht und begonnen, selbst zu „recherchieren“. Vor nicht allzu langer Zeit war Ayres dem damaligen Präsidenten nach eigener Aussage noch blind gefolgt, als dieser seine Anhänger zum Protest gegen die angeblich gestohlene Wahl nach Washington rief. Ayres gehörte zu dem Mob, der am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington stürmte. Er wurde einige Wochen später festgenommen, bekannte sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig und soll im September verurteilt werden. Eineinhalb Jahre später ist Ayres nun der erste Randalierer von damals, der als Zeuge in einer der öffentlichen Anhörungen des Untersuchungsausschusses zur Kapitolerstürmung aussagt.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          An diesem Tag geht es auch darum, wie Donald Trump seine Anhänger nach der verlorenen Präsidentenwahl anstachelte und in die amerikanische Hauptstadt trieb. Eine Chronologie der Eskalation in den 24 Tagen vom 14. Dezember 2020 bis zum 6. Januar 2021, von dem Tag, an dem das Wahlkollegium Joe Biden als Präsident bestätigt hatte bis zu dem Tag, an dem bewaffnete Trump-Anhänger in das Wahrzeichen der amerikanischen Politik eindrangen.

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