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Parteitag der Republikaner : Wer wird Trumps Nachfolger?

  • -Aktualisiert am

Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo richtet aus Jerusalem eine Videobotschaft an den Parteitag der Republikaner. Bild: Reuters

Selbst wenn Donald Trump die Präsidentenwahlen in den Vereinigten Staaten gewinnen sollte: Der Kampf um sein politisches Erbe hat bereits begonnen. Was für eine Partei wollen die Republikaner künftig sein?

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          Mike Pompeo war die Kritik egal. „Ich spreche hier zu euch aus dem schönen Jerusalem“, sagte der amerikanische Außenminister, der auf dem Dach des King-David-Hotels stand. Vor der Altstadtkulisse hatte er während eines Arbeitsbesuchs eine kurze Videobotschaft für den Parteitag der Republikaner aufgezeichnet. Diplomaten empörten sich hinter vorgehaltener Hand darüber, dass er sein Amt für parteipolitische Zwecke missbrauche. „Schäbig“ sei sein Verhalten. Als die Botschaft am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, war Pompeo längst nach Sudan und Bahrein weitergereist.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          In der Trump-Ära sind derlei Tabubrüche freilich an der Tagesordnung. Der Präsident selbst nutzt das Weiße Haus als Nebenbühne für den virtuellen Parteitag. Pompeo feierte die außenpolitischen Erfolge Donald Trumps, die er auch als seine eigenen betrachtet: den Ausstieg aus dem Iran-Abkommen, das Friedensabkommen Israels mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem – die „Stadt Gottes“, wie er hervorhob. Trump habe seine „America first“-Politik wahr gemacht. „Möglicherweise ist das in ausländischen Hauptstädten nicht populär, aber es hat funktioniert“, sagte er. Trump zeige China seine Grenzen auf, er habe die IS-Terroristen besiegt und gegenüber Nordkorea „die Temperatur gesenkt“. Es ist bekannt, dass Pompeo Trumps Zugeständnisse gegenüber Pjöngjang als Fehler betrachtete.

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