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NATO im Klimawandel : Panzer mit Solarzellen

Noch ohne klimafreundlichen Antrieb: Der deutsche Schützenpanzer Puma im Juni 2105 auf einem Erprobungsgelände in Niedersachsen Bild: dpa

Auf den ersten Blick hat die NATO wenig mit Klimaschutz zu tun. Doch das Verteidigungsbündnis rückt das Thema auf dem Gipfeltreffen in Brüssel nach vorn auf seiner Agenda – aus eigenem militärischen Interesse.

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          Was hat die NATO mit Klimaschutz zu tun? Auf den ersten Blick wenig: Die Allianz ist ein Verteidigungsbündnis, und sie bleibt es, auch wenn das Erdklima sich erwärmt. Auf den zweiten Blick hat das jedoch Folgen für die Sicherheit aller Mitgliedstaaten. Während das Eis in der Arktis schmilzt, wird der geostrategische Wettbewerb um Ressourcen und Seewege angeheizt. Dürre in der Sahel-Zone bereitet einen fruchtbaren Boden für Terroristen und Migration nach Europa. Auch dort verändert sich einiges: Wenn die Wasserpegel steigen, werden Häfen und Landstriche überschwemmt. Während des Elb-Hochwassers 2013 leistete die Bundeswehr den größten humanitären Einsatz ihrer Geschichte.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat deshalb den Klimawandel zu einem zentralen Thema der Allianz erhoben. Er ist fester Bestandteil der Agenda für 2030, die der Norweger vorgeschlagen hat. Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten werden sie bei ihrem Gipfeltreffen am kommenden Montag in Brüssel unterstützen, ein neues strategisches Konzept beauftragen und einen „Klima-Aktionsplan“ beschließen. Das soll eine neue Epoche einleiten, in der das Bündnis aktiv zur Verminderung von CO2-Emissionen beiträgt und sich zugleich an den Klimawandel anpasst.

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