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Wahlkampf in Italien : Wie die Lega den Süden erobern will

Der Selbstbewusste: Matteo Salvini bei einer Veranstaltung in Palermo Bild: Reuters

„Italiener zuerst“: Die Lega will in Italien zur nationalen Kraft der Rechten werden. Um das in der heißen Phase des Wahlkampfs zu erreichen, verbreitet Parteichef Matteo Salvini seine Parolen auch im Süden – besonders bei einem Thema.

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          Matteo Salvini ist auf einer Mission, deren Ziel man gut am Terminkalender des Chefs der rechtspopulistischen Partei Lega für die heiße Phase der Wahlkampagne vor den Parlamentswahlen am 4. März ablesen kann. Und an den Plakaten, Bannern und Stickern, mit denen die Partei um Wähler wirbt. Gut ein Drittel der Wahlberechtigten soll laut jüngsten Umfragen noch unentschlossen sein. Da gibt es auf der Zielgeraden viel zu holen.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Der 44 Jahre alte Salvini, der den politischen Naturburschen der italienischen Rechtspopulisten gibt, sieht vor allem im Süden des Landes Wachstumspotential für seine Partei. Die war Anfang der neunziger Jahre von der langjährigen Führergestalt Umberto Bossi als Regionalpartei des Nordens mit großem Hunger nach mehr Selbstverwaltung und beträchtlichem Appetit auf Unabhängigkeit auf der politischen Landkarte Italiens etabliert worden. Dazu hatten Bossi und die Gründergeneration der damals Lega Nord genannten Partei einer Retortennation namens Padanien gehuldigt.

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