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Guerillakrieg in Myanmar : Man stirbt nur einmal

Den Tod vor Augen: Kämpfer der Karenni People Defense Force nehmen an einer militärischen Ausbildung teil. Bild: AFP

Myanmars Jugend befindet sich in einem Guerillakrieg um die eigene Zukunft. Die Kämpfer vergleichen sich mit Ameisen, die einzeln schwach – aber gemeinsam stark seien. Zwei von ihnen haben mit uns gesprochen.

          8 Min.

          Eine Waffe hatte der Teenager Ko Htun bis vor Kurzem noch nie in der Hand. Nun aber lag er da, auf der Lauer, auf einem bewaldeten Berghang, eine alte Handgranate in der Hand, mit dem verwegenen Plan, einen Konvoi des Militärs zu überfallen.

          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Es war Ende April, die Generäle hatten einige Wochen zuvor die Macht in Myanmar an sich gerissen. Wie viele seiner Altersgenossen hatte sich auch Ko Htun den friedlichen Protesten gegen die Junta, die das Land seither terrorisiert, angeschlossen. Auslöser für den Hinterhalt Ko Htuns und einer Gruppe von Guerillakämpfern war die Festnahme von sieben Demonstranten in ihrem Heimatort Mindat im Westen Myanmars. Einige Mitstreiter des 19 Jahre alten Mannes trugen selbstgebaute Gewehre, sogenannte Tumis, die wie altertümliche Musketen am Lauf mit Pulver gefüllt werden. Derartige Gewehre benutzt die Dorfbevölkerung in vielen Regionen Myanmars für die Jagd.

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