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Ehemals „rote Toskana“ : Wo die Rechten Italien erobern

Schaut mitten ins Getümmel: Italiens Innenminister Matteo Salvini beim traditionellen Palio in Siena Bild: AFP

Jahrzehntelang gab die politische Linke den Ton in der Toskana an. Nun eilt das nationale Rechtsbündnis dort von Erfolg zu Erfolg. Was hat sich geändert?

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          Sie haben Siena genommen. Gleich zweimal, kurz nacheinander. Und vom Triumphgeheul wollten die Sieger beim Feiern nicht lassen. Das hat die Verlierer sehr entrüstet: Von rüpelhaftem Vergehen an jahrzehntealten Traditionen war die Rede. Dem setzten die frischgebackenen Sieger die Ankündigung entgegen, sie würden sich nun ihrerseits auf ganze Dekaden der eigenen Herrschaft vorbereiten.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Die Rede ist vom Wahlsieg der Rechten über die Linken, die Siena seit Jahrzehnten regierten. In der Stadt wird in Jahren und Jahrzehnten gezählt, nicht in Tagen, Wochen oder Monaten. 1472 wurde dort das älteste noch bestehende Geldhaus der Welt gegründet, die Banca Monte dei Paschi. Und in Siena, wo sich ein besonders schönes gotisches Bauensemble fast geschlossen erhalten hat, muss deshalb auch ein sehr gegenwärtiger politischer Zank mit historischen Maßstäben ausgetragen werden.

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