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Gelbwesten und Social Media : Protest nach Macrons Rezept

Wie aus dem Nichts: Gelbwesten am Samstag in Bordeaux Bild: AFP

Videoclips, mit denen Einzelne ihren Protest gegen Emmanuel Macrons „Hetzjagd auf Autofahrer“ ins Netz stellten, waren der Anfang. Frankreichs Präsident sah die Gelbwesten nicht kommen – dabei befolgten sie sein Rezept.

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          Am Anfang des Protests der Gelbwesten stand das Internet. Am 18. Oktober filmte sich eine bis dahin unbekannte Einwohnerin der Bretagne mit ihrem Mobiltelefon, um gegen die geplante Ökosteuer auf Treibstoff und Emmanuel Macrons „Hetzjagd auf Autofahrer“ aufzubegehren. Der Videoclip Jacline Mourauds wurde sechs Millionen Mal abgerufen.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Drei Tage später nahm sich ein anderer bis dahin unbekannter Franzose aus dem Großraum Paris in seiner Lastwagenkabine auf, um zu Straßenblockaden gegen die Ökosteuer aufzurufen. Der Kraftfahrer Eric Drouet beließ es nicht bei einem Videoclip, er gründete Facebook-Gruppen, um sich mit Gleichgesinnten aus ganz Frankreich auszutauschen und den Protest zu organisieren.

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