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Zoroastrismus in Iran : Also spricht Zarathustra

An der Eingangspforte des Feuertempels ist Faravahar abgebildet, ein menschenähnliches Wesen mit Flügeln, das für die Zorastrier den Geist symbolisiert. Bild: Helmut Fricke

Immer mehr junge Iraner wenden sich einer alten Religion zu – die nicht der Islam ist. Sie besinnen sich auf ihr persisches Erbe jenseits des Gottesstaates.

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          Von dem islamischen Glauben, in den sie hineingeboren wurde, will Schirin nicht mehr viel wissen. „Das ist doch die Religion der Araber“, sagt sie und streift das Kopftuch ab, das zu tragen die Islamische Republik jeder Frau vorschreibt. Schirin ist mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Sohn nach Cam gefahren, in ein kleines Dorf, in dem nur Zoroastrier leben. Das sind Mitglieder einer Religionsgemeinschaft, die mehr als 2500 Jahre alt ist und die bis zur Islamisierung die Religion Persiens gewesen war.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          „Ich bin doch Iranerin und nicht Araberin“, sagt Schirin. Die junge, gebildete Frau besucht regelmäßig die Dörfer der Zoroastrier, um sich ihrer persischen Identität zu vergewissern. Sie will diesen Geist an Orten wie Cam einatmen, wo sie nicht, wie in der nahe gelegenen Großstadt Yazd, der geschäftige Alltag ablenken könnte. Zwar bleibt der Feuertempel der Zoroastrier in Cam der Öffentlichkeit verschlossen. Die Zypresse im kleinen Innenhof, der eine spirituelle Kraft nachgesagt wird, ist aber von weitem sichtbar.

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