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Irak zwischen den Fronten : Die schiitischen Milizen spielen ihr eigenes Spiel

Im Auge des Sturms: Irakische Soldaten vor der wiedereröffneten „Grünen Zone“ in Bagdad Bild: EPA

Der Konflikt zwischen Washington und Teheran zerreißt den Irak. Bagdad ist auf gute Beziehungen zu beiden angewiesen – aber der Einfluss der Regierung ist begrenzt.

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          Die Katjuscha-Rakete schlug am Ende der Straße ein, wo jetzt die Bewaffneten am Checkpoint die Zufahrt streng kontrollieren. Das ist erst zwei Wochen her, aber Muhammad Halbousy, der irakische Parlamentspräsident, scheint sich den Schrecken längst aus den Gliedern geschüttelt zu haben. „Auf der y-Achse lag sie richtig. Auf der x-Achse fehlten 250 Meter“, sagt er grinsend auf die Frage, ob das Geschoss ihm galt. „Jede Arbeit bringt Feinde hervor“, erklärt er dann gelassen. Als Gouverneur der langjährigen Unruheprovinz Anbar dürfte Halbousy, der schnell politisch Karriere gemacht hat, schon einige Feinde gehabt haben. Aber jetzt arbeitet er als Parlamentspräsident im Zentrum der Macht – und damit im Zentrum zunehmender Spannungen, die den Irak erfassen.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Der Machtkampf zwischen den Vereinigten Staaten und Iran wirkt sich auf den Irak so stark aus wie auf wie kaum ein anderes Land in der Region. Der mächtige Nachbar im Osten hat großen Einfluss in der irakischen Hauptstadt Bagdad und verfügt über enormes zerstörerisches Potential durch getreue schiitische Milizen. Washington wiederum ist ein wichtiger Partner, auf dessen Hilfe die irakische Führung und vor allem die irakischen Streitkräfte nicht verzichten können und wollen.

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