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Mussolini-Kult in Italien : Die Mär vom guten Duce

Mussolini-Kult in seinem Geburtsort Predappio: Faschismus als Souvenirartikel. Bild: Picture-Alliance

Auch 100 Jahre nach Gründung der faschistischen Partei lebt das Erbe des Diktators in Italien weiter. Die faschistische Epoche wird von manchen verklärt.

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          Laut Aufschrift über der Rückennummer des himmelblauen Trikots heißt der neue Spieler von Lazio Rom „Floriani M.“ Hinter dem „M.“ verbirgt sich ein Familienname, der nicht nur in Italien einen besonderen Klang hat: Romano Floriani Mussolini lautet der vollständige Name des 18 Jahre alten Defensivtalents, welchen der Hauptstadtclub mit einem Vertrag bis 2024 an sich gebunden hat. Bei den Profis saß er bisher nur auf der Bank, in der Nachwuchsmannschaft „Primavera“ gehört er zu den Stammspielern.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Romanos Eltern sind Mauro Floriani – einst bei der Finanzpolizei, jetzt Unternehmer – und Alessandra Mussolini, ehemalige Abgeordnete und Senatorin in Rom sowie Mitglied des Europaparlaments, zuletzt für Silvio Berlusconis Partei Forza Italia. Alessandra Mussolinis Vater war der Jazzpianist, Maler und Filmproduzent Romano Mussolini (1927 bis 2006), jüngster Sohn des Duce.

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