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Zensur in China : Nur Blockbuster mit Drachensiegel

Das Motiv von „Die Achthundert“: Der Mut und die Opferbereitschaft einer Einheit chinesischer Soldaten im Jahr 1937. Bild: „Die Achthundert“

Chinas Filmaufsicht ist unberechenbar. Die Behörde verbietet sogar Filme, die ihre eigene Firma produziert hat. Das verschreckt die Filmindustrie im Land.

          5 Min.

          Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, hätte China wohl jetzt einen neuen Blockbuster. Am 5. Juli sollte das Kriegsepos „Die Achthundert“ in die Kinos kommen. Der Film feiert den Mut und die Opferbereitschaft einer Einheit chinesischer Soldaten, die 1937 ein Lagerhaus in Schanghai gegen eine Übermacht japanischer Besatzungstruppen verteidigten. In Erwartung eines Kassenschlagers hatte das Filmstudio Huayi Brothers 80 Millionen Dollar in die Produktion investiert.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          „Die Achthundert“ war zudem als Eröffnungsfilm des Shanghai International Film Festival angekündigt. Doch wenige Tage vor der Premiere wurde er plötzlich aus dem Programm genommen. Eine offizielle Begründung gab es dafür nicht. Ob das Werk jemals gezeigt werden darf, ist ungewiss.

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