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Erdogan und die Frauenrechte : „Kriegserklärung an islamische Werte“

Frauenprotest in Istanbul gegen die Pläne des Präsidenten Bild: EPA

Auch hier zeigt sich die Schwäche des türkischen Präsidenten: Einst gehörte Erdogan zu den ersten, die die Konvention zum Schutz der Frauen vor Gewalt unterschrieben. Jetzt weicht er vor islamischen Eiferern zurück.

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          Noch laviert der türkische Präsident. Doch der Druck reaktionärer islamischer Kreise, aber auch von weiten Teilen seiner Partei nimmt zu. Sie wollen, dass die Türkei sich aus einem der wichtigsten Projekte aus den letzten Reformjahren der AKP-Herrschaft zurückzieht: aus dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, bekannt auch als Istanbul-Konvention.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Es war die Türkei, unter deren Führung der Text ausgearbeitet und den anderen Mitgliedstaaten vorgelegt wurde. Schließlich haben seit deren erstem Wahlsieg im Jahr 2002 immer mehr Frauen als Männer die AKP gewählt. Die Frauen laufen nun aber Sturm gegen das Vorhaben, dass sich die Türkei aus der Konvention zurückzieht. Auch in Erdogans AKP.

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