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Widerstand gegen Begnadigungen : Aufwind für Spaniens Konservative

Wollen keine Gnade für Separatisten: Demonstranten in Madrid Bild: Reuters

Lange lag die einstige Regierungspartei PP wegen Korruptionsskandalen am Boden. Nun trägt sie ein Plan von Regierungschef Sánchez wieder nach oben: Er will neun katalanische Separatisten begnadigen.

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          Lange lag die Partei, die insgesamt 15 Jahre Spanien regiert hatte, danieder. Nun gewinnt die PP ihre Selbstsicherheit zurück. Pablo Casado, ihr 40 Jahre alter Parteichef, sieht schon die Trendwende. „Der Wechsel des politischen Zyklus ist nur noch schwer umkehrbar“, sagte er im Gespräch mit ausländischen Korrespondenten mit vorsichtiger Zuversicht.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          In den Umfragen legen die Konservativen kontinuierlich zu. Zum ersten Mal seit Jahren ist die PP wieder die stärkste Partei, und das rechte Lager hat die gesammelte Linke deutlich hinter sich gelassen. Den Sieg bei den Regionalwahlen im Mai nennt Casado ein „Misstrauensvotum gegen den Sánchismus“ und meint damit die Linksregierung des Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Dessen sozialistische PSOE-Partei musste in Madrid ihr schlechtestes Ergebnis hinnehmen, während die PP so viel Mandate gewann wie alle linken Parteien zusammen. Isabel Diáz Ayuso hatte die Corona-müden Madrider mit ihrer radikalen Öffnungspolitik mobilisiert und bewiesen, dass die Konservativen doch noch siegen können.

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