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Dubiose Geschäfte : Wer an der Migrationskrise in Griechenland verdient

Heillos überfüllt: Ein Blick in die Unterkünfte des Aufnahmelagers für Asylbewerber auf Leros Bild: Michael Martens

Nicht nur Schlepper und Menschenschmuggler nutzen die Not von Flüchtlingen und Migranten aus. Auch Beamte, skrupellose Geschäftsleute und einige „Aktivisten“ wollen sich bereichern. Ein Besuch auf der Insel Leros.

          9 Min.

          Auf Leros wussten sie es schon, als im übrigen Europa noch kaum jemand davon sprach. Wenn Matina Katsiveli davon erzählt, geht sie mindestens bis in das Jahr 2007 zurück. Damals seien erstmals auffällig viele Menschen aus der Türkei auf der Insel angekommen. Doch wer waren die Menschen, die da kamen? Geflüchtete? Irreguläre Migranten? Schiffbrüchige?

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Für Frau Katsiveli scheint die Sache eindeutig zu sein, denn sie spricht durchgängig von Geflüchteten. Sie erwähnt Ahmet aus Afghanistan, der 2007 kam und geblieben ist auf der Insel. Er lernte erst Griechisch, dann Englisch und ist heute Manager des Princess Boutique Hotel in dem Küstenort Alinda, dessen Besitzer von Leros stammt, aber in den Vereinigten Staaten lebt.

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