https://www.faz.net/-gpf-7u8yb

Weltklimagipfel : Umweltministerin hofft auf Amerika

  • Aktualisiert am

Hofft auf die Vereinigten Staaten: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) Bild: dpa

Beim UN-Klimagipfel in New York soll ein neuer Versuch gestartet werden, die globale Erwärmung zu bremsen. Ein neuer Vertrag wird aber erst 2015 erwartet. Umweltministerin Hendricks glaubt dennoch an einen Erfolg des Treffens.

          1 Min.

          Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erwartet vom UN-Klimagipfel in New York neuen Schwung für die internationalen Verhandlungen. Sie setze große Hoffnungen auf die Vereinigten Staaten, sagte Hendricks am Dienstag im rbb-Inforadio. Diese hätten wie China erkannt, dass sie mehr Klimaschutz brauchen.

          Zuvor hatte die Ministerin das Fehlen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei dem Treffen gegen Kritik verteidigt. Die Bundesregierung sei mit ihrer Person und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bestens vertreten, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstag). Merkel bleibe weiter „Klimakanzlerin“.

          Die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter kritisierte das Fernbleiben Merkels hingegen scharf. „Ich halte es für eine Blamage der deutschen Politik, dass die Kanzlerin nicht zum Gipfel fährt“, sagte sie am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Die „ehemalige Klimakanzlerin“ habe aufgegeben. Das sende ein falsches Signal an andere Länder. „Die Absage zeigt, wie wenig die Bundesregierung mit Klimaschutz und internationaler Solidarität am Hut hat. Sie betreibt Klientelpflege statt Klimaschutz“, sagte Peter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

          Hendricks forderte für das New Yorker Treffen ein breites Bekenntnis zum Fahrplan zum Paris-Protokoll, das Kyoto ablösen soll. „Alle Staaten sollen bis März 2015 ihre eigenen, möglichst ambitionierten Klimaziele für das Zieljahr 2030 vorlegen. So entsteht eine Basis für den globalen Vertrag“, sagte sie. Außerdem erwarte sie, dass eine Reihe von Ländern Gelder für den neuen Klimafonds bereitstellten, der den Entwicklungsländern Hilfen für Anpassung und klimafreundliches Wirtschaften gibt. Deutschland hat angekündigt, 750 Millionen Euro einzuzahlen. „Auch da gehen wir mit gutem Beispiel voran“, sagte sie.

          In New York werden mehr als 100 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter  der amerikanische Präsident Barack Obama. Die Veranstaltung auf Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll einem angestrebten Weltklimavertrag für über 190 Staaten den Weg ebnen. Er soll Ende 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten. Ziel ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad. Sie ist in erster Linie dem Ausstoß von Treibhausgasen geschuldet.

          Weitere Themen

          Geschichten der Ohnmacht

          Assads Vormarsch in Idlib : Geschichten der Ohnmacht

          Die syrischen Truppen rücken in Idlib ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vor. Die Türkei hält mit Unterstützung für die Rebellen dagegen – aber nur, solange das Moskau nicht zu sehr verärgert.

          CDU in Hamburg nur noch auf Platz 3 Video-Seite öffnen

          Drohendes Wahldebakel : CDU in Hamburg nur noch auf Platz 3

          Der Hamburger CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg hat es schwer, die rotgrüne Koalition mit einem inhaltlichen Wahlkampf in Bedrängnis zu bringen. Aktuelle Umfragen sehen seine Partei nur noch auf dem dritten Platz in der Hansestadt

          Topmeldungen

          Ein türkischer Militärkonvoi inmitten von Fahrzeugen flüchtender Zivilisten im Norden der Provinz Idlib.

          Assads Vormarsch in Idlib : Geschichten der Ohnmacht

          Die syrischen Truppen rücken in Idlib ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vor. Die Türkei hält mit Unterstützung für die Rebellen dagegen – aber nur, solange das Moskau nicht zu sehr verärgert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.