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Weltfriedensindex : Forscher fürchten neue Konflikte wegen Coronavirus-Pandemie

  • Aktualisiert am

Feuerwehr im Pandemiegebiet: Syrische Weißhelme im März vor einer Sterilisationskampagne für Krankenhäuser in Idlib Bild: dpa

In fragilen Staaten droht das Virus Hungersnöte zu verschärfen und das Ringen um begrenzte Ressourcen zu verschärfen. Die stärksten Treiber für Unfrieden aber bleiben andere.

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          Die Coronavirus-Pandemie droht sich laut einer Studie in Gewalt und Konflikten niederzuschlagen. Von der Pandemie, vor allem von ihren wirtschaftlichen Folgen, seien massive Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erwarten, heißt es in dem am Mittwoch vorgestellten „Global Peace Index 2020“ des internationalen Instituts für Wirtschaft und Frieden. Gerade Länder, die ohnehin instabil und von Spannungen geprägt seien, kämen so noch stärker unter Druck, erklärten die Forscher auch mit Blick auf drohende Hungersnöte in Afrika oder dem Ringen um begrenzte Ressourcen.

          In seiner 14. Ausgabe des GPI-Friedensberichts meldet das Institut mit Hauptsitz in Sydney auch unabhängig von Corona einen Rückgang der weltweiten Friedlichkeit – zum neunten Mal in den vergangenen zwölf Jahren. Zwar hielten sich die Länder in etwa die Waage, in denen sich die Lage 2019 verschlechtert beziehungsweise verbessert habe, doch unterm Strich hätten die Verschlechterungen stärker zu Buche geschlagen. Die stärksten Treiber für einen Rückgang der friedlichen Verhältnisse seien Terrorismus und interne Konflikte gewesen. Zur Messung zog das Institut 23 qualitative und quantitative Indikatoren zu Sicherheit, internen Konflikten oder Militarisierung heran. Erfasst wurden 163 Länder und Territorien mit 99,7 Prozent der Weltbevölkerung.

          Friedlichstes Land bleibt dem Index zufolge Island. Es hält seit 2008 die Spitzenposition. Dahinter folgen Neuseeland, Portugal, Österreich und Dänemark. Deutschland liegt auf Platz 16 und rückte damit um sechs Plätze nach oben.

          Am Ende steht Afghanistan, das zweite Mal in Folge. Rang 162 nimmt Syrien ein, davor liegen der Irak, der Südsudan, der Jemen und Somalia. Die meisten dieser Länder sind seit Jahren Schlusslichter des Friedensindex.

          Bild: dpa

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