https://www.faz.net/-gpf-9u5lb

Weltbank : Trump kritisiert Kreditvergabe an China

  • Aktualisiert am

Laut Donald Trump sei China zu wohlhabend, um günstige Kredite der Weltbank nötig zu haben. Bild: EPA

Der Präsident der Vereinigten Staaten kritisiert die Entscheidung der Weltbank, China milliardenschwere Kredite zu genehmigen. Das Geld soll in China unter anderem in umweltfreundliches Wirtschaftswachstum investiert werden.

          1 Min.

          Amerikas Präsident Donald Trump hat die Weltbank aufgefordert, China keine Kredite mehr zu gewähren. „Warum leiht die Weltbank China Geld? Kann das möglich sein? China hat viel Geld, und wenn nicht, schaffen sie es. Hör auf!“, schrieb Trump am Freitag in einem Beitrag auf Twitter. Die Weltbank hatte trotz Einwänden der Vereinigten Staaten jüngst milliardenschwere Kredite zu günstigen Konditionen an China genehmigt. So solle die Volksrepublik, mit der Amerika seit Monaten in einem Handelsstreit steckt, bis Mitte 2025 jährlich zwischen 1,0 und 1,5 Milliarden Dollar an Darlehen zu niedrigen Zinsen bekommen. Der am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington verabschiedete Fünfjahresplan sieht vor, dass die Kreditvergabe gegenüber dem bisherigen Fünfjahresschnitt von 1,8 Milliarden Dollar „allmählich“ abgeschmolzen werden soll. Die Regierung in Peking hatte um die Finanzierung gebeten.

          Der Weltbank zufolge sollen damit Markt- und Steuerreformen vorangetrieben, umweltfreundlicheres Wirtschaftswachstum gefördert und der Zugang der Bürger zu Gesundheits- und Sozialdiensten verbessert werden.

          Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin hatte sich gegen die Förderung ausgesprochen. Die nach den Vereinigten Staaten zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sei für eine solche internationale Hilfe zu wohlhabend, kritisierte er. China selbst vergebe Hunderte Milliarden an Krediten an andere Länder für den Aufbau der sogenannten neuen Seidenstraße, die die Verbindungen zwischen der Volksrepublik und anderen Regionen der Welt verbessern soll.

          Weitere Themen

          Möglicher Bundeswehr-Einsatz in Libyen Video-Seite öffnen

          Klausurtagung Hamburg : Möglicher Bundeswehr-Einsatz in Libyen

          Zum Auftakt der zweitägigen Klausurtagung standen Themen wie Sicherheit und Verteidigung auf der Tagesordnung. Die CDU-Bundesvorsitzende und Verteidigungsministerin skizziert, welche Gedanken sich die Bundeswehr bei einem anhaltenden Waffenstillstand in Libyen machen muss.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.