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Einmarsch in Nordsyrien : Erdogans Donnergrollen

Wie weit wagt die Türkei sich vor? Bewohner von Ras al Ain fliehen nach dem Beginn der Offensive am Mittwoch. Bild: AP

In der Türkei ist die Begeisterung für den Feldzug in Syrien groß, Kritik wird unterdrückt. Außenpolitisch und militärisch birgt die Operation aber Risiken.

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          Noch am Mittwoch hatte Recep Tayyip Erdogan gesagt, die türkische Militäroperation in Nordsyrien erfreue sich der Unterstützung Amerikas und Europas, selbst wenn es einige anderslautende Erklärungen gebe. Am Donnerstag hob der türkische Präsident zu einem Donnergrollen an. Wenn die Europäische Union die Operation „Friedensquelle“ als eine Besatzung sehe und wenn sie weiterhin ihren Verpflichtungen aus dem Flüchtlingsabkommen von 2016 nicht nachkomme, dann habe die Türkei leichtes Spiel: „Dann werden wir die Tore öffnen und euch die 3,6 Millionen Flüchtlinge schicken.“

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Zuvor hatte die Europäische Union die Türkei dazu aufgerufen, die Operation einzustellen, um nicht die Stabilität der Region zu gefährden und weitere Vertreibungen auszulösen. Auch das ließ Erdogan nicht auf sich sitzen. Er sagte, dass die Türkei lediglich die demographische Zusammensetzung wiederherstellen werde, wie sie vor dem Beginn des Kriegs 2011 in Syrien geherrscht habe.

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