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Ein Präsident für Frankreich? : Welche Ambitionen Michel Barnier bei der Wahl in Frankreich hat

Michel Barnier, früherer Brexit-Unterhändler. im Mai 2021 in Paris Bild: Jens Gyarmaty

Ein Plausch in einem Restaurant mit dem früheren Brexit-Unterhändler Michel Barnier über Emmanuel Macron, Marine Le Pen, Armin Laschet und seine Ambitionen bei der Präsidentenwahl in Frankreich.

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          Wie einen Dirigierstab schwingt Michel Barnier seine Gabel durch die Luft. Er zeigt mit den Spitzen nach oben und sagt, dass es fortan aufwärtsgehe. „Unsere Partei steht genau da, wo die Mehrheit der Franzosen politisch hin will: auf der Rechten und in der bürgerlichen Mitte.“

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der frühere Brexit-Unterhändler kommt gerade aus einer Strategiesitzung des Vorstands der Les Républicains (LR) im Parteigebäude mit der imposanten Glasfassade an der Rue de Vaugirard, das die Partei nach der schweren Wahlniederlage im April 2017 beinahe aus Spargründen verlassen hätte. Jetzt sitzt er in dem kühlen Kellergewölbe eines nahegelegenen Restaurants bei Entenbrust und Röstkartoffeln, trinkt Rotwein und spricht von der Rückkehr der bürgerlichen Rechten in der Wählergunst. Mit mehr als 28 Prozent der Wählerstimmen ist die frühere Präsidentenpartei Nicolas Sarkozys in der ersten Regionalwahlrunde stärkste Kraft geworden. „Ich habe nie an die Vorhersagen geglaubt, dass wir keine Zukunft mehr haben“, sagt Barnier. Schmunzelnd ergänzt er, das gelte auch für ihn.

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