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Im Hafen von Valletta : Weiteres Schiff von deutscher Hilfsorganisation festgesetzt

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Die Sea-Watch 3 am Montag festgesetzt im Hafen noch Valletta. Bild: Reuters

Nach der „Lifeline“ ist in Malta offenbar ein weiteres Schiff einer deutsche Hilfsorganisation festgesetzt worden. Die Organisation Sea-Watch beklagt „eine politische Offensive zur Beendigung der zivilen Rettung auf See“.

          In Malta wird neben der „Lifeline“ offenbar ein weiteres Flüchtlings-Rettungsschiff einer deutschen Hilfsorganisation blockiert. Sea-Watch habe am Montag erfahren, dass ihr Schiff in Malta festgehalten werde, „ohne jegliche Rechtsgrundlage seitens der Behörden“, teilte die Berliner Organisation auf ihrer Internetseite mit. Die „Sea-Watch 3“ sei als niederländisches Seeschiff registriert, das voll berechtigt sei, die niederländische Flagge zu führen. Die fehlende Erlaubnis zum Auslaufen sei damit „eine politische Offensive zur Beendigung der zivilen Rettung auf See“.

          Pia Klemp, Kapitänin der Sea-Watch 3, sagte laut Hilfsorganisation: „Es gibt bisher keinen Rechtsgrund, der die Festsetzung unseres Schiffes rechtfertigen würde. Wir erwarten, dass die Behörden uns sofort auslaufen lassen.“

          Am Montag hatte ein Gericht in der maltesischen Hauptstadt Valletta entschieden, dass der deutsche Kapitän des Rettungsschiffs „Lifeline“, Claus-Peter Reisch, gegen eine Kaution von 10.000 Euro in Malta auf freien Fuß gesetzt wurde. Allerdings darf der 57-Jährige die Insel nicht verlassen. Die Verhandlung soll am Donnerstag fortgesetzt werden.

          Die „Lifeline“ hatte Migranten vor Libyen gerettet und war danach fast eine Woche auf hoher See blockiert, bis sie Valletta anlaufen durfte. Malta wirft der Dresdner Organisation Mission Lifeline vor, das Schiff sei nicht ordentlich registriert gewesen. Zudem habe der Kapitän die Anweisungen italienischer Behörden ignoriert, die Rettung der libyschen Küstenwache zu überlassen.

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