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Von der Leyen sichert zu : Weitere Hilfe für kurdische Peschmerga-Kämpfer im Irak

  • Aktualisiert am

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch mit Paschmerga-Kämpfern Bild: EPA

Bislang hatte die Bundeswehr Peschmerga ausgebildet und mit Waffen beliefert. Die Truppe soll die Kämpfer auch weiterhin unterstützen – allerdings in anderen Bereichen.

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          Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Nordirak die weitere Unterstützung Deutschlands zugesichert. Nach dem erfolgreichen Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) konzentriere sich die Hilfe der Bundeswehr nun aber auf Bereiche wie Logistik, Minenabwehr und medizinische Versorgung, sagte von der Leyen am Montag bei einem Besuch in Erbil. Die Bundeswehr hatte in den vergangenen Jahren Peschmerga-Kämpfer ausgebildet und ihnen auch Waffen geliefert.

          Von der Leyen besuchte in Erbil Ausbildungsstätten für die Peschmerga, darunter eine Werkstatt, in der von Deutschland gelieferte Fahrzeuge instandgehalten werden, und eine Klinik. An diesen Projekten könne „man sehr exemplarisch sehen, dass es bei der Hilfe nicht nur darum geht, Material zu liefern oder Geld zu geben“, sagte von der Leyen. „Ganz entscheidend“ sei die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit der Hilfe.

          Von der Leyen dankte den Peschmerga dafür, „dass sie hervorragend ihr Land verteidigt haben, die Flüchtlinge geschützt haben und für uns alle stellvertretend sich gegen den IS gestellt haben“. Die Kurden hätten aber verstanden, dass es beim Einsatz der Bundeswehr nun um die Stabilisierung des gesamten Irak gehen müsse.

          Die Ministerin war am Samstag in der irakischen Hauptstadt Bagdad gelandet, nachdem sie zuvor in Jordanien die Bundeswehr-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak besucht hatte. Am Sonntag reiste von der Leyen weiter nach Erbil, die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.

          Die Neuausrichtung des Bundeswehreinsatzes im Irak hatte von der Leyen bereits bei einem Besuch im Februar angekündigt. Das aktuelle Irak-Mandat, das der Bundestag im März gebilligt hat, ist zunächst nur auf sieben Monate beschränkt und läuft Ende Oktober aus. Die Personalobergrenze wurde von bislang 1350 auf 800 Soldaten gesenkt.

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