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Michael Flynn : Trumps Nationaler Sicherheitsberater tritt zurück

  • Aktualisiert am

Michael Flynn, ehemals nationaler Sicherheitsberater der Trump-Regierung Bild: Reuters

Michael Flynn soll die amerikanische Regierung über ein Gespräch mit dem russischen Botschafter falsch informiert haben. Ein vorläufiger Nachfolger steht bereits fest.

          Der nationale Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, ist von seinem Amt zurückgetreten. Trump habe den ehemaligen General Joseph Kellogg übergangsweise auf den Posten berufen, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Flynn hatte sich in einer Affäre um ein umstrittenes Telefonat mit dem russischen Botschafter in Washington in Widersprüche verstrickt.

          In seinem Rücktrittsgesuch bedauerte Flynn demnach, dass er im Zusammenhang mit seinen umstrittenen Kontakten zu dem russischen Botschafter den damaligen „designierten amerikanischen Vizepräsidenten (Mike Pence) und andere mit unvollständigen Informationen“ versorgt habe.

          Flynn war vorgeworfen worden, entgegen bisherigen Aussagen Ende Dezember in einem Telefonat mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak über die neuen Russland-Sanktionen des damaligen Präsidenten Barack Obama gesprochen zu haben. Damals war Flynn lediglich für den Posten des Sicherheitsberaters nominiert.

          Flynns Gespräch mit dem Botschafter war bereits vor einigen Wochen bekannt geworden. Der Sicherheitsberater hatte das Gespräch zunächst bestätigt, aber bestritten, dass es darin um die Sanktionen gegangen sei, die Obama in Reaktion auf die russischen Hackerangriffe im amerikanischen Wahlkampf verhängt hatte. Vizepräsident Pence war ihm daraufhin in mehreren Fernsehinterviews öffentlich zur Seite gesprungen.

          Am Donnerstag hatte dann allerdings ein Sprecher Flynns der Zeitung „Washington Post“ mitgeteilt, dieser habe „keine Erinnerung an eine Diskussion über Sanktionen“, könne aber auch nicht sicher ausschließen, dass das Thema nicht angeschnitten wurde.

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