https://www.faz.net/-gpf-9sl4s

Ansage aus Weißem Haus : Amerikanische Behörden sollen Abos kritischer Zeitungen nicht erneuern

  • Aktualisiert am

Das Gebäude der „New York Times“ Bild: AFP

„New York Times“ und „Washington Post“ sind Donald Trump schon lange ein Dorn im Auge. Nun hat das Weiße Haus beschlossen, dass staatliche Behörden die Zeitungen künftig nicht mehr beziehen sollen.

          1 Min.

          Die „New York Times“ und die „Washington Post“ werden wegen ihrer kritischen Berichterstattung immer wieder zum Ziel von Angriffen von Präsident Donald Trump. Nun will das Weiße Haus, dass Bundesbehörden die beiden Publikationen künftig nicht mehr beziehen.

          „Die Abonnements über alle Bundesbehörden hinweg nicht zu erneuern, wird eine erhebliche Kostenersparnis für Steuerzahler bedeuten – Hunderttausende Dollar“, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, mit. Trump wirft den beiden Zeitungen und anderen Medien, die kritisch über ihn berichten, regelmäßig die Verbreitung von Fake News vor.

          13.435 Mal falsche Fakten verbreitet

          Kritiker beschuldigen Trump, einer der größten Verbreiter von Fake News zu sein. Nach den Faktencheckern der „Washington Post“ hat Trump in seinen ersten knapp 1.000 Tagen im Amt 13.435 falsche oder irreführende Aussagen getätigt. Aus Grishams Mitteilung ging nicht hervor, wie Bundesbehörden konkret dazu gebracht werden sollen, die beiden Zeitungen nicht mehr zu beziehen. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf einen Regierungsvertreter, das Weiße Haus arbeite daran, eine entsprechende Direktive umzusetzen.

          Trump hatte dem Sender Fox News am Montag gesagt, die „New York Times“ sei eine „Fake-Zeitung“, die er nicht mehr im Weißen Haus haben wolle. Vermutlich werde das Weiße Haus den Bezug der „New York Times“ und auch der „Washington Post“ stoppen. Im vergangenen Monat hatte Trump die beiden Zeitungen – die zu den führenden Qualitätsmedien in den Vereinigten Staaten gehören und auch international einen hervorragenden Ruf genießen – als „Feinde des Volkes“ bezeichnet.

          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln und somit zur ganzen Vielfalt von FAZ.NET – für nur 2,95 Euro pro Woche

          Mehr erfahren

          Weitere Themen

          „Er ist ein Diktator“

          Nadler über Trump : „Er ist ein Diktator“

          Zum Abschluss ihrer Plädoyers im Impeachmentverfahren gehen die Demokraten den Präsidenten hart an. Trump wolle „allmächtig“ sein, sagte der Demokrat Jerry Nadler – das dürfe nicht akzeptiert werden.

          Topmeldungen

          5:0 gegen Schalke : Die Bayern blasen zur Jagd auf Leipzig

          Die Münchner erteilen Schalke eine Lehrstunde und kommen Spitzenreiter Leipzig, der sein Spiel in Frankfurt verliert, nah. Die Bayern indes siegen imposant – auch weil der Torwart der Königsblauen zwei Mal patzt.
          Demonstranten in Leipzig

          Sechs Polizisten verletzt : Wieder Krawall in Leipzig

          Etwa 1300 Menschen demonstrieren in Leipzig gegen das Verbot einer linksextremen Online-Plattform. Zunächst bleibt der Protest friedlich, dann fliegen Steine. Die Polizei kesselt die Demonstranten ein, sechs Beamte werden verletzt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.