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Wegen Militärübung in Südkorea : Nordkorea hat wieder Flugkörper abgefeuert

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Das südkoreanische Fernsehen berichtet über den neuesten Raketentest in Nordkorea. Bild: AP

Machthaber Kim Jong-un bezeichnete die Waffentests einen Tag nach Beginn von gemeinsamen Militärübungen der Vereinigten Staaten und Südkorea als angemessene „Warnung“ an die beiden Staaten. Der amerikanische Präsident Trump zeigt Verständnis.

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          Nordkorea hat offenbar wieder Raketen getestet. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Samstag unter Berufung auf den Generalstab des Landes, Nordkorea habe zwei „nicht identifizierte Projektile“ abgefeuert. Die Fluggeschosse seien nahe der Stadt Hamhung im Osten von Nordkorea abgefeuert worden und dann ins Ostmeer gestürzt, das auch als Japanisches Meer bekannt ist.

          Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen nach bereits vier Raketentests vorgenommen. Zuletzt feuerte Pjöngjang am Dienstag zwei mutmaßliche Kurzstreckenraketen ab, einen Tag nach Beginn von Militärübungen zwischen den Vereinigten Staaten und Südkorea. Machthaber Kim Jong-un bezeichnete die Waffentests als angemessene „Warnung“ an Südkorea und die Vereinigten Staaten. Die jährlichen Militärmanöver der beiden Verbündeten sorgen in Nordkorea regelmäßig für wütende Reaktionen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Verständnis für Nordkoreas Kritik an den gemeinsamen Militärübungen der der Vereinigten Staaten mit Südkorea geäußert. Er habe einen weiteren „großartigen“ Brief von Kim Jong-un erhalten, in dem dieser die jüngsten Raketentests als Vergeltung für das Großmanöver der beiden Verbündeten bezeichnet habe, sagte Trump am Freitag in Washington. Kim habe geschrieben, dass er nicht „erfreut ist über die Militärübungen“, erklärte der amerikanische Präsident. „Ich habe sie auch noch nie gemocht.“

          UN-Resolutionen verbieten Nordkorea jeglichen Test ballistischer Raketen. Dennoch hat das Land mehrere Raketentest durchgeführt seitdem Staatschef Kim Jong-un und Donald Trump bei ihrem Treffen am 30. Juni neue Gespräche über eine atomare Abrüstung des abgeschotteten Landes verabredet hatten. Diese Verhandlungen sind bislang nicht in Gang gekommen. Trump hat aber mehrfach erklärt, dass er die nordkoreanischen Raketentests nicht als Hindernis für neue Atomverhandlungen mit Pjöngjang betrachte.

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