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Wegen Coronavirus : Israel verschiebt Korruptionsprozess gegen Netanjahu

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Weil sich die israelischen Gerichte in der Corona-Krise nur noch um dringende Angelegenheiten kümmern sollen, wird der Prozess gegen Ministerpräsident Netanjahu verschoben. Er steht wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue unter Anklage.

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          Der für Dienstag geplante Beginn des Korruptionsprozesses gegen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie um gut zwei Monate verschoben worden. Wegen der Ausbreitung des Virus und der Anordnung an die Gerichte, sich auf dringende Angelegenheiten zu beschränken, werde die erste Anhörung auf den 24. Mai verschoben, teilte das Gericht in Jerusalem am Sonntag mit.

          Netanjahu steht wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue unter Anklage. Er streitet alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ab und sieht sich als Opfer einer „Hexenjagd“ durch die Staatsanwaltschaft und die Medien. Ein Antrag Netanjahus auf Verschiebung des Prozesses war zuvor abgelehnt worden. Die Anwälte Netanjahus hatten argumentiert, sie hätten „noch nicht alle Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen“ erhalten.

          Als geschäftsführender Ministerpräsident führt Netanjahu derzeit Verhandlungen über eine Regierungsbildung, nachdem bei der Parlamentswahl am 2. März beide politischen Lager die absolute Mehrheit von 61 Mandaten in der Knesset verfehlten.

          Angesichts der Coronavirus-Krise forderte Netanjahu am Samstagabend abermals die Bildung einer „Notregierung“ der nationalen Einheit. In Israel wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Samstagabend 193 Coronavirus-Fälle verzeichnet.

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