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Wegen Corona in Spanien : Osterprozessionen nur als Video

Einst waren diese Straßen voller Leben: Ein Foto der Prozession, die am Palmsonntag vor einem Jahr durch Ronda in Südspanien zog. Bild: Jon Nazca/Reuters

Die traditionellen Prozessionen in der „Semana Santa“ vor Ostern ziehen in Spanien jedes Jahr Hunderttausende Einheimische und Touristen an. Dieses Mal finden sie nur virtuell statt. Das ist auch für die Wirtschaft des Landes fatal.

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          Die Balkone sind mit den prächtigen Fahnen der Bruderschaften und Palmwedeln geschmückt. Doch durch die Straßen von Sevilla huschen nur ein paar Einkäufer mit Mundschutz und Handschuhen. Am Dienstag der Karwoche ist normalerweise in den meisten Städten Andalusiens kein Durchkommen. Mittags um zwölf Uhr macht traditionell in Sevilla die Bruderschaft von „Cerro del Águila“ den Anfang, gegen Mitternacht zieht die letzte der acht Prozessionen in die Kathedrale ein.

          Dieses Mal können die Mitglieder der Águila-Bruderschaft nur im Internet verfolgen, wie ihre „Jungfrau der Schmerzen“ mit der großen Goldkrone in einem Meer von Kerzen die Kirche verlässt; auf Videos aus den vergangenen Jahren. Zum ersten Mal seit der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs fällt in Spanien die „Semana Santa“ (Heilige Woche) aus.

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